Rohstoffe sind das Rückgrat der modernen Wirtschaft, jedoch ungleich verteilt. Die Länder mit den grössten Rohstoffvorkommen gehören meist nicht zu den grössten Verbrauchern. Diese Diskrepanz erzwingt den globalen Handel: Ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gasströme hängt an engen Seewegen wie der Strasse von Hormus, durch die rund ein Fünftel der globalen Ölmenge fliesst.
Wertmässig machen Rohstoffe einen beträchtlichen Teil des Welthandels aus – Schätzungen zufolge zwischen einem Viertel und einem Drittel des globalen Warenhandels, abhängig vom jeweiligen Preisniveau. In diesem Markt sind politische Spannungen und Transportstörungen strukturelle Merkmale, die direkt auf Preise und Verfügbarkeit durchschlagen. Wer den Rohstoffmarkt versteht, versteht die Mechanik der Weltwirtschaft.