Das politische System der Vereinigten Staaten basiert auf einer institutionalisierten Gewaltenteilung zwischen Exekutive, Legislative und Judikative. Diese Struktur bildet den Kern der «Checks and Balances» und gewährleistet die gegenseitige Kontrolle staatlicher Institutionen. Ergänzt wird dieses Gefüge durch ein Zweiparteiensystem, in dem Demokraten und Republikaner die zentralen politischen Kräfte darstellen. Parallel dazu verleiht der föderale Staatsaufbau den Bundesstaaten weitreichende Autonomierechte, was die politische Entscheidungsfindung zusätzlich dezentralisiert.
Innerhalb dieses institutionellen Rahmens nimmt der Präsident die Rolle des Staats‑ und Regierungschefs wahr und bildet die Spitze der Exekutive. Die Judikative ist auf Bundesebene durch den Supreme Court geprägt, der mit weitreichenden verfassungsrechtlichen Prüfungs- und Kontrollbefugnissen ausgestattet ist. Die Legislative wiederum ist im Kongress verankert, der aus Repräsentantenhaus und Senat besteht. Da ein Gesetz sowohl die Zustimmung des Senats als auch des Repräsentantenhauses erfordert, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Kammern notwendig. Dadurch bestimmen die parteipolitischen Mehrheiten in diesen Kammern massgeblich darüber, ob die Regierung handlungsfähig ist.