Der Jahresauftakt gestaltete sich unruhig. Geopolitische Entwicklungen dominierten die Schlagzeilen und die Marktvolatilität nahm in Schüben zu, während Investorinnen und Investoren die Flut an Nachrichten einzuordnen versuchten. Gleichzeitig hat sich der Ton der US-Regierung merklich verschärft – insbesondere gegenüber der US-Notenbank Fed und ihrer Führung. Dadurch steigt das mittelfristige Risiko, dass das Vertrauen in zentrale Institutionen und deren Glaubwürdigkeit schrittweise untergraben wird.
Bislang vertraten wir die Ansicht, dass politische Börsen stets kurze Beine haben. Die jüngsten Entwicklungen zeigen jedoch eine umfassend und strategisch politische Einflussnahme, die unsere Einschätzung grundlegend verändert. Politische Entscheidungen wirken heute nicht nur kurzfristig, sondern können langfristige Trends erheblich beeinflussen und beschleunigen. Strategische Weichenstellungen auf politischer Ebene sind damit zu einem entscheidenden Treiber der Marktentwicklung geworden.