Bereits zum Jahresbeginn sendete China ein klares Zeichen: Der Wettlauf um die Vorherrschaft im Bereich der künstlichen Intelligenz ist noch längst nicht entschieden. Mit DeepSeek gelang der Beweis, dass auch mit vergleichsweise bescheidener Rechenleistung ein leistungsfähiges Sprachmodell entwickelt werden kann. Dies löste Zweifel aus, ob die gewaltigen Investitionen in diesem Sektor tatsächlich dauerhaft in Gewinne umgemünzt werden können. Einmal mehr zeigte sich, wie stark technologischer Fortschritt die Börsen lenkt – einerseits als Hoffnungsträger, andererseits als Quelle neuer Unsicherheiten.
Dass US-Präsident Donald Trump Gedanken nicht nur ausspricht, sondern auch umsetzt, erfuhren die Märkte am 2. April schmerzhaft: Die Ankündigung umfassender US-Zölle, welche nahezu sämtliche Wirtschaftssektoren betrafen, löste einen der grössten kurzfristigen Wertverluste der Börsengeschichte aus. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden weltweit über 6.6 Billionen US-Dollar an Börsenwert vernichtet.
Und doch erholten sich die Märkte rasch. US-Präsident Donald Trump wurde seinem Ruf als Deal-Maker gerecht und sorgte für erste handelspolitische Entwarnungen. Zudem stiegen die Zinssenkungserwartungen und die befürchteten Auswirkungen auf Inflation und Arbeitsmarkt fielen milder aus als angenommen. Eine zentrale Rolle dabei spielte der Technologiesektor: Die Aktien grosser Technologiekonzerne trieben die Markterholung massgeblich an und sorgten für neue Rekordstände. Gleichzeitig erhöhte diese starke Konzentration an Kursgewinnern auf wenige Mega-Unternehmen jedoch die Verwundbarkeit der Märkte.